Fitness für Kids

Frühprävention im Kindergarten- und Grundschulalter

Evaluation des Projekts


Um die Wirksamkeit dieser Maßnahme bewerten zu können, erfolgte eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts. Mit Hilfe motorischer und medizinischer Tests vor und nach der zweijährigen Interventionszeit wurde der Einfluss der regelmäßigen Bewegungsförderung auf motorische Fertigkeiten, Body-Mass-Index und Körperfettzusammensetzung, Blutdruck und Herzfrequenz der Kinder in Ruhe und unter Belastung untersucht.

Die Ergebnisse konnten zeigen, dass man bereits in diesem jungen Alter durch eine gezielte Intervention eine günstige Beeinflussung verschiedener motorischer Fähigkeiten wie Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Gewandtheit bei den Kindern erreichen kann. Dabei schnitten die Kinder der Interventionskindergärten in allen motorischen Testaufgaben signifikant besser ab als die Kinder der Kontrollkindergärten.

Es ließen sich hinsichtlich des BMI keine Unterschiede zwischen Interventions- und Kontrollgruppe erkennen. Auch die Körperfettberechnungen zeigten keinen Unterschied nach der 2jährigen Untersuchungsphase. Bei allen untersuchten Kindern zeigte sich eine positive Korrelation zwischen BMI und dem Alter der Kinder. Jungen hatten im Vergleich zu Mädchen leicht höhere BMI Werte, ebenso Kinder aus Kindertagesstätten in Bezirken mit niedrigem sozioökonomischem Status. Jedoch war keiner dieser Unterschiede statistisch signifikant.

In der Interventionsgruppe zeigten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe nach der 2-jährigen Bewegungsförderung bereits signifikant niedrigere Blutdruckwerte in Ruhe, d.h. der mit zunehmendem Alter stetige Blutdruckanstieg wurde in der Interventionsgruppe reduziert. Es wurde also nicht der zuvor normale Blutdruck weiter gesenkt sondern der bei den Kindern mit zunehmendem Alter bedingte Blutdruckanstieg reduziert. Die meisten untersuchten Kinder hatten Ausgangswerte im Normalbereich.

In der Interventionsgruppe zeigten sich zudem signifikant niedrigere diastolische Blutdruckwerte während körperlicher Belastung, die im Gegensatz zu Kontrollgruppe auch noch bis zu drei Minuten in der Erholungsphase nach der Belastung gesenkt waren. Das kann als Hinweis auf eine bereits frühzeitig verbesserte Vasodilatationsfähigkeit bei körperlicher Belastung interpretiert werden, die auch in der Erholungsphase durch den auch noch in der 3. Erholungsminute signifikant niedrigeren Druck präsent war.

(Detaillierte Ergebnisse siehe Berichte/Publikationen, Artikel im Deutschen Ärzteblatt)